DSD fördert erneut die Christuskirche in Leverkusen-Wiesdorf

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DSD fördert erneut die Christuskirche in Leverkusen-Wiesdorf
Christuskirche, Leverkusen

(prehoga) DSD fördert erneut die Christuskirche in Leverkusen-Wiesdorf.

Christuskirche in Leverkusen-Wiesdorf erhält Fördervertrag über 80.000€

In diesen Tagen erreicht Dr. Renke Mottweiler von der evangelischen Kirchengemeinde Leverkusen-Wiesdorf ein Fördervertrag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) über 80.000 Euro für die Fassadensanierung der Christuskirche. Die städtebaulich dominante, zu Beginn des 20. Jahrhunderts erbaute Kirche gehört seit dem vergangenen Jahr zu den über 440 Projekten, die die private DSD dank Spenden und Mittel von WestLotto aus der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Massive Schäden vom Zweiten Weltkrieg

Die Einweihung des 700 Besucher fassenden Raumes der nach dem Wiesbadener Programm zwischen 1904 und 1906 erbauten Christuskirche erfolgte am 8. Juli 1906. Ein Luftangriff 1944 zerstörte den neogotischen Bau schwer. Im Anschluss an den Krieg schlicht wiederaufgebaut und neu gestaltet dominiert den Innenraum das Kreuz Christi im Zentrum. Seit 2001 ersetzt ein heller Parkettboden und eine flexible Bestuhlung den Innenraum, um ihn stärker als Veranstaltungsort nutzen zu können.

Die repräsentative, neogotische Hallenkirche erhebt sich auf rustizierendem Werksteinsockel als backsteinsichtiger Bau mit geradem Chorabschluss und Querschiff. Spitzbogenöffnungen, Maßwerkfenster und reich gestaltete Treppengiebel gliedern die Fassaden. Südöstlich ist der mächtige, 47 Meter hohe Glockenturm mit spitzer Haube und Eckwarten angesetzt. Der Eingang findet sich auf der östlichen Schauseite. Über dem Portal heißt es in goldenen Lettern “Ein feste Burg ist unser Gott”. Das Querschiff zeigt auf jeder Seite zwei Paralleldächer und je zwei Themenfenster und Giebeldreiecke. Die Backsteinfassaden werden durch die Verwendung von grünglasierten Backsteinen bei den Fenstergewänden, -sohlbänken und Gesimsen ergänzt.

Massive Schäden am Ziegelmauerwerk von Schiff und Turm sowie ausgewaschene Fugen und aufgrund undichter Dachanschlüsse unkontrollierter Wasserlauf gegen die Fassaden führte zu Steinausbrüchen und statischen Schäden, insbesondere im Giebelbereich. 2016 erfolgte ein erster, von der Denkmalschutzstiftung unterstützter Bauabschnitt der Fassadensanierung an der Ostseite. Nun steht die statische Sicherung und Instandsetzung der Außenmauern des Kirchenschiffs an.

Kirche wird auch als Veranstaltungsort genutzt

Die denkmalerfahrene Architektin hat die notwendigen Fassadensanierungen eng mit den Denkmalbehörden abgestimmt. Die Kirche dient als Gemeinde- und Citykirche und ist durch die hier stattfindenden Ausstellungen, Kulturprogramme und Konzerte bekannt. Kooperationen erfolgen mit der Musikschule, der örtlichen Tafel, dem Frauenhaus und weiteren sozialen Einrichtungen.

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Quelle: Pressemitteilung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz vom 7. August 2018.
Bildquelle: Deutsche Stiftung Denkmalschutz