Hexenthron aus „Die Kleine Hexe“ findet ein Zuhause im Harz

Hexenthron aus „Die Kleine Hexe“ findet ein Zuhause im Harz

(prehoga) Hexenthron aus „Die Kleine Hexe“ findet ein Zuhause im Harz. Filmrequisite offiziell an das Museum im Ritterhaus in Osterode übergeben. Der Harz – magischer Ort der Sagen und Mythen und seit Jahren beliebter Drehort für vielfältigste Film- und Fernsehproduktionen. Und manchmal bleibt davon mehr als eine schöne Erinnerung. Nach dem erfolgreichen Kinodebüt des Kinderfilms „Die Kleine Hexe“ zu Beginn des Jahres hat eine der Hauptrequisiten aus dem Film – der Thron der Oberhexe – im Harz nun ein Zuhause gefunden. Der Film wurde im Herbst 2016 an verschiedenen Orten in der Schweiz, in Bayern, aber eben auch im Harz gedreht. Kaum ein Thema prägt den Harz so wie die Hexen, das fand auch Filmproduzent Jakob Claussen.

Hexenthron aus „Die Kleine Hexe“ im Ritterhaus Osterode

Er übergab am heutigen Tag den Thron offiziell an das Museum im Ritterhaus in Osterode. Hier dient dieser als neuer Anziehungspunkt, als Foto-Point und besonderer Auftakt für den in Osterode beginnenden Harzer-Hexen-Stieg. Die Harzer Wandernadel unterstützt das Projekt mit einem Sonderstempel, der hier im Museum nun auf die zahlreichen Stempeljäger wartet.

Das Team um Museumsleiterin Angelika Paetzold und Monika Wendt von der Touristinformation der Stadt arbeitete in den letzten Wochen auf Hochtouren, um den Raum – in dem der Thron nun präsentiert wird – hexentypisch und originell herzurichten. Mit Erfolg. „Der Hexenthron hat hier ein würdiges Zuhause gefunden.“ freuen sich Jakob Claussen und Uli Putz, Stifter des Throns und Inhaber der Firma Claussen+Putz Filmproduktion. „Das Hexenthema ist im Harz in vielerlei Hinsicht verortet und so lag der Gedanke nah, den Thron in die Region zu geben. Wir haben hier bereits mehrfach gedreht, darunter Filmsequenzen aus „Das kleine Gespenst“ oder „Heidi“. Die Region ist mir zwischenzeitlich sehr vertraut und ich komme gern in den Harz zurück.“ so Claussen weiter.

Die Grundidee – den Hexenthron hier zu platzieren – entstand im Rahmen eines Gespräches von Jakob Claussen und Susanne Lange von der nordmedia, der niedersächsischen Filmfördergesellschaft, auf der diesjährigen Berlinale. Gemeinsam mit Carola Schmidt, Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbands, wurde der Gedanke weiterverfolgt und ein geeigneter Standort gesucht und gefunden. „Wir haben diese Chance genutzt, ein neues Angebot im Hinblick auf den Filmtourismus zu schaffen. Da wir als HTV zudem für die Vermarktung des Harzer-Hexen-Stiegs verantwortlich sind, fiel die Wahl nicht schwer, den Thron in Osterode – am Beginn dieses überregional bekannten Wanderweges – zu platzieren und die Möglichkeiten zu nutzen, beide Themen miteinander zu verbinden.“

Osterode, das Tor zum Harz!

Erfreulicherweise wurde die Idee in Osterode sehr positiv aufgenommen und mit dem im Innenstadtbereich befindlichen Museum im Ritterhaus wurde schnell ein passender Standort gefunden. Klaus Becker, Bürgermeister von Osterode, freut sich über das neue Angebot: „Osterode, das Tor zum Harz!…. ab jetzt auch für kleine und große Hexen, die aus unserer schönen Fachwerkstadt direkt zu neuen Abenteuern in den Harz aufbrechen wollen. Ich bin sehr dankbar, dass wir diese markante Requisite aus dem Film „Die Kleine Hexe“ bei uns im Museum aufstellen und so unsere Verbundenheit zu den Harztraditionen zeigen können. Das zugrunde liegende Buch von Otfried Preußler habe ich in meiner Kindheit – neben dem Räuber Hotzenplotz – selbst gelesen und war wie sicher viele fasziniert von dieser „lieben“ Version einer Harzhexe.“

Das Thema Filmtourismus soll aber auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Harz spielen. Seit Jahren finden in der Region Dreharbeiten zu zahlreiche Film- und Fernsehproduktionen, darunter auch bekannte Kinofilme, statt. Nur selten gelang im Nachgang die Integration dieser Themen in die touristische Produktentwicklung. Einzelne Angebote und Sonderführungen dazu existieren, das Potenzial wird aber bei weitem noch nicht ausgeschöpft.

„Der Harz mit seinen ursprünglichen Landschaften und vielfältigen Bauwerken ist Filmkulisse und Lebensraum zugleich“, erläutert Bernhard Reuter, Landrat des Landkreises Göttingen: „Hier sind Sagenhaftes und Wirklichkeit eng verknüpft – und deshalb intensiv zu erleben. Das müssen wir den Menschen noch stärker vermitteln.“

Die Partner der seit drei Jahren existierenden Initiative Drehort Harz – die Staatskanzleien der Harzanrainerländer, die Filmfördergesellschaften (nordmedia – Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH und die Mitteldeutsche Medienförderung GmbH) und der Harzer Tourismusverband (HTV) – widmen sich verstärkt dieser Thematik. Mit der Inszenierung des Hexenthrons im Museum im Ritterhaus wurde ein neues Angebot geschaffen, das hier nicht nur gut platziert, sondern auch marketingtechnisch sehr gut eingebunden ist. Darüber hinaus wird sich der HTV noch in diesem Jahr der inhaltlichen und textlichen Aufarbeitung der Filmproduktionen und Dreharbeiten im Harz widmen, um sie für eine tourismusbezogene Kommunikation nutzbar zu machen und interessierten Gästen entsprechende Informationen anbieten zu können.

Dabei sollen Erlebnisse nicht nur Phantasie und Theorie bleiben. Osterode bietet neben dem Hexenthron und dem Harzer-Hexen-Stieg ein weiteres echt verhextes Erlebnis. Im NaturErlebnisPark im Osteröder Stadtteil Lerbach warten drei echte Hexenhäuschen auf ihre ersten Übernachtungsgäste. Da werden Kinderträume war.

Harzer Tourismusverband e.V.
Marktstr. 45, 38640 Goslar
Tel. 05321 3404-17, Fax 3404-66
i.kremer@harzinfo.de

Quelle: Pressemitteilung Harzer Tourismusverband e.V. vom 16.05.2018.
Bildquelle: Harzer Tourismusverband e.V.

Über den NaturErlebnisPark Lerbach

Mit seinem Naturteich mit Wasserpflanzen und der großen Liegewiese ist mit dem NaturErlebnisPark Lerbach ein Ort der Entspannung und Ruhe geschaffen worden. Ein toller Kinderspielplatz mit zauberhaften Spielgeräten, ein Wasserfall, ein Grillplatz, zwei Hexenhäuschen und eine Original Harzer Köte bieten Familien und kleinen Gruppen die Möglichkeit ihre Freizeit naturnah zu nutzen. Kindergärten und Schulklassen können dort naturpädagogische Angebote durchführen; der Kontakt zu einer zertifizierten Waldpädagogin kann hergestellt werden. Die Wassertiefe des Teiches beträgt ca. 0,60 m. Eine Badeaufsicht gibt es hier jedoch nicht.

Infos unter www.lerbach.de/naturerlebnis.

Quelle: Pressemitteilung Harzer Tourismusverband e.V.